Leserbrief zur Informativausgabe März 2016

Ich lese und beobachte sehr viel - und ich habe auch schon an einigen Veranstaltungen des Naturschutzbundes eilgenommen  ich konnte mich aber noch immer nicht entschließen, auch Mitglied zu werden, da ich feststellen musste,dass man es da oft mit sehr engstirnigen Fanatikern zu tun hat, die eine sehr einseitige Meinung vehement vertreten  und gegenteilige  Argumente nicht einmal hören wollen. Diese Erfahrung habe ich bei Themen wie Biber- und Fischotterregulierung oder bei Themen, die mit der Jagd in Zusammenhang stehen(Fuchsbejagung, Krähenregulierung, Fischreiherabschuss,...) schon einige Male gemacht. Auch dem fanatischsten Naturschützer muss schön langsam klar werden, dass es zum Beispiel in allernächster Zeit zu einer Regulierung der Biberbestände kommen muss. Von Landwirten immer wieder "Opfer "zu erwarten, selbst aber Justamentstandpunkte einzunehmen, führt mit Sicherheit zu nichts.

Dazu passend auch ein Artikel von J. Limberger in der Märzausgabe des  "Informativ" über den Fuchs. Auch hier wird das Märchen, dass die Hauptnahrung des Fuchses die Maus sei, wieder einmal breitgetreten. Ich weiß schon, dass ein Fuchs viele Mäuse fängt, aber ein überlisteter Feldhase oder ein "gestohlenes"  Huhn bringt für einen Fuchs natürlich wesentlich mehr als ein paar Mäuse. Als Jäger bin ich recht oft mit der Tatsache konfrontiert, dass ein Fuchs alle Hühner im Gehege einer Kleinbäuerin umgebracht hat und von mir gefordert wird, etwas gegen den Fuchs zu unternehmen oder den Schaden zu bezahlen. Soll ich ihr vielleicht sagen, "du hast etwas für die Natur getan, so ein Huhn ist eh nur 10 Euro wert" - das würde sie zurecht wahnsinnig ärgern! Und: Trotz intensiver Bejagung ist der Fuchs bei uns noch nicht ausgestorben! Im Frühjahr, wenn der Fuchs Junge hat, wird er bei uns nicht bejagt - dazu brauchen wir nicht wieder irgendwelche Vorschriften.

Ich meine schon, dass engagierte, vernünftige Naturschützer durch Gespräche  und das Aufgeben von Justamentstandpunkten mehr erreichen können als engstirnige, fanatische!"

Name der Redaktion bekannt
 
 Antwort von Obmann Josef Limberger (0,1 MB)
 

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