Zum Luchs - November 2016

Luchs gewildert

© Josef Limberger

Mit sehr großem Bedauern muss ich feststellen, dass für das Töten eines Luchses die Strafe herabgesetzt wurde! Es ist beschämend, wenn ein Tier von „schießwütigen Jagdkarteninhabern“ getötet und „finanziell bewertet“ wird und man später darauf kommt, dass die Strafe doch zu hoch angesetzt ist! Ich möchte mich der Aussage von Herrn Josef Limberger zu 100% anschließen – solche „Jagdkarteninhaber“ haben in den Reihen der o.ö. Jägerschaft absolut nichts verloren, denn sie werfen nur ein sehr schlechtes Bild auf die vielen sehr gewissenhaften Jäger, denen unsere Natur ein Anliegen ist!
Da ich seit 1985 freier Mitarbeiter  im O.Ö. Landesjagdverband höre ich immer wieder die Aussage, dass für die Bestrafung dieser Übeltäter die jeweilige Bezirksverwaltungsbehörde zuständig ist. Diese Rechtslage sollte unbedingt überarbeitet werden, da ich der Meinung bin, dass die Organe des LJV mehr Fachwissen haben als so mancher Beamte in irgendeiner BH!

Konsulent, Schulrat, Mitglied der O.Ö. Naturwache, langjähriger Ausbildner für Jungfischer, Jungjäger u. Jagdschutzorgane
Jörg Hoflehner

Naturschützer kritisieren"zahnloses Jagdgesetz"

Luchse wurden in Böhmen in der Zeit vor dem eisernen Vorhang von der "Hohen Tatra" eingesetzt. Mit dem Ziel den überhöhten Rehbestand der auch Schäden in den Wäldern verursachte zu reduzieren. Die großen Staatsforste hatten zu wenig Jagdausübende und  nicht diese Jagdkultur und Jagdbewirtschaftung wie in Österreich. Vom Schreibtisch aus verordneten  EU-Beamte, ohne die Österreichischen Verhältnisse zu kennen, die Verbreitung von Luchs und Wolf um eine große Artenvielfalt zu erreichen. Nach verschwinden des eisernen Vorhangs zogen Luchs und Wolf auch nach Österreich. Ein Luchs tötet im Jahr 50 Rehe, ein Volksvermögen. Als Naturschützer sollte man in der Natur das schwächste Glied schützen. Das Niederwild und viele Kleinlebewesen verschwinden durch die Pestizide. Ich habe vom Naturschutz noch nie etwas darüber gehört. Mit was sollen die Jagdbesitzer und Jagdpächter ihre Kosten abdecken? Jagd ist in Österreich ein Wirtschaftsfaktor und ein Kulturgut. Ich denke, wenn ein Luchs im Jahr 50 Rehe tötet, ist es eine größere Wilderei, als wenn eine Jägerin oder Jäger einen Luchs erlegt. Die Freunde von Luchs und Wolf sollten einmal ein Jahr bei einem Bergbauern arbeiten und die auf den Almen KM - weit versprengten Kälber und Schafe zusammen zu suchen.

Verfasser der Redaktion bekannt!

Zahnloses Jagdgesetz

“Zahnloses Jagdgesetz” – auch aus Sicht des ökologischen Jagdverbandes
Herrn Limberger vom Naturschutzbund ist mit seiner Feststellung uneingeschränkt recht zu geben. Solange die Jäger nicht von sich aus für den lebenslangen Entzug der Lizenz zum Jagen gegen diese Verbrechen einstehen und sich nicht aktiv mit einem fünfstelligen Betrag an der Ergreifung der Wilderer – ob aus den eigenen Reihen, oder nicht – beteiligen, fehlt ihnen jegliche Glaubwürdigkeit.
Dies auch vor dem Hintergrund, dass ich als Privatperson die Ergreiferprämie um € 2.000,- erhöht habe.
Irgendwann muss und wird es anders und auch besser für unsere Pinselohren werden - ob unter Mithilfe der Jägerschaft, oder von der Gesellschaft erzwungen. Lediglich Lippenbekenntnisse haben ein Verfallsdatum.

Joseph Klaffenböck, 4723 Natternbach
Vorstandsmitglied Ökologischer Jagdverband Österreich

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