Fledermausguano-Putzaktion im Schloss Frein

© Josef Wadl

Am Samstag, 10.2.2018, haben Mitglieder der Naturschutzbund-Ortsgruppe Frankenburg 10 Säcke Fledermauskot vom Dachboden des Schlosses Frein entfernt. Am Dachboden des Schlosses ziehen jeden Sommer etwa 800 Mausohr-Weibchen ihre Jungen groß. Damit ist die Wochenstube in Frankenburg eine der fünf größten Kolonien des Mausohrs in Oberösterreich und deshalb besonders schützenswert.

Schloss Frein wird momentan mit Bedacht auf Erhalt der bedeutenden Fledermauskolonie saniert. Da die Fledermäuse den Winter in Höhlen, Kellern und Stollen verbringen und erst Ende März zurückkommen, kann das Dach bis dahin erneuert werden.

Tipp für Gärtner: Der stickstoffhaltige Fledermauskot ist ein sehr nährstoffreicher „Bio-Dünger“ und kann bei der Naturschutzbund-Ortsgruppe Frankenburg (07683/7275) bezogen werden.

Das Mausohr (Myotis myotis) ist mit einer Flügelspannweite von rund 40 Zentimetern die größte heimische Fledermausart. In der warmen Jahreszeit verlassen die gewandten Flugkünstler allabendlich den Dachboden, um sich in Laubwäldern und auf Wiesen auf die Jagd nach Laufkäfern – ihrer Lieblingsspeise – zu machen. Bis zu einem Drittel ihres Körpergewichts müssen die etwa 30 g schweren Tiere jede Nacht fressen. Groß sind daher auch die Mengen an Kot, die sich im Laufe der Jahre in einem solchen Quartier ansammeln.

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