Rückblick 2014

Neu angelegte Schotterwiese als Blumenwiese im Bauerpark, Bad Ischl

Vor vielen Jahren war es eine der schönsten Wiesen in Bad Ischl: die Wiese im Bauerpark oberhalb des Kindergartens. Damals wurde zweimal im Jahr gemäht und das Heu abtransportiert. Durch die Auslagerung der Arbeiten an Dritte entstanden Pflegefehler und nach dem Aufbringen von Jauche während der letzten Jahre (in einem öffentlichen Park, in dem auch Kinder spielen, eine hygienische Katastrophe) verkümmerte die Wiese zusehenst zu einer monotonen Fläche ohne Blumen.

© | naturschutzbund| Bezirksgruppe Bad Ischl

Neu angelegt wurde eine Magerwiese im Bauerpark. Magerwiesen zählen zu den artenreichsten, aber mittlerweile auch zu den seltensten Lebensraumtypen, sind genügsam und mussten trotz Trockenperioden kein einziges Mal bewässert werden.

Das im Jahr 2011 abgehaltene Bauernherbstfest eröffnete die Chance, diese Fläche ab Herbst 2012 neu zu gestalten. Nach Absprache mit dem Ischler Bürgermeister, Herr Hannes Heide und vielen Informationsgesprächen mit Naturschutz- und Gartenbauexperten, entschloss sich der KuK Hofwirt gemeinsam mit der Naturschutzbund-Bezirksgruppe Bad Ischl die Wiese zu sanieren. Da ein Teil der Fläche aufgrund der Nässe bei Pflegearbeiten immer wieder Probleme lieferte, bot sich die Anlage einer Schotterwiese an. Nach den Vorarbeiten wurden auf dem aufgebrachten Bergschotter die großen Steine entfernt, als Starthilfe je m2 1 Liter gedämpfter Kompost mit 3 Gramm Samen gemischt und großflächig aufgebracht. Sonnige Standorte auf einem Untergrund aus Schotter und Sand, auf dem Niederschläge rasch versickern und sich Nährstoffe nicht lange halten können, bieten Lebensraum für besonders bunte und artenreiche Wiesen.

Magerwiesen zählen zu den artenreichsten, aber mittlerweile auch zu den seltensten Lebensraumtypen, sind genügsam und mussten trotz Trockenperioden kein einziges Mal bewässert werden. Über hunderte verschiedene Pflanzenarten können auf solchen Flächen gedeihen, viele davon dienen als Futterpflanzen für Schmetterlinge, Hummeln, Wildbienen und Heuschrecken usw.

„Normale“ Wiesen in unserer Landschaft werden 4 bis 5 Mal im Jahr gemäht, sehr oft gedüngt und verarmen dadurch auf 5 – 20 Gras- und Blumenarten.

In Zusammenarbeit mit einem Landschaftsgärtner und einer Wildblumensamenhandlung mit regional produzierten Wildsamen (Rewisa Ware) entstand mit dem Hofwirt als Sponsor eine neue Chance für die Artenvielfalt mit über 100 verschiedenen Samenarten. Da Wildpflanzenstauden oft komplizierte Keimungsansprüche haben, ist mit einigen Jahren zu rechnen, bis die volle Pracht gegeben ist. Ein- und zweijährige Blumen und Gräser werden diese Zeit überbrücken. Die Ischler Bevölkerung wurde und wird noch mit einem provisorischen Holzzaun um Verständnis gebeten, die neu angesäte Fläche so lange nicht zu betreten, bis wieder eine fest durchwurzelte Vegetation entstanden ist.

In Zusammenarbeit mit einem Landschaftsgärtner und einer Wildblumensaatgut-Produzentin mit regional produzierten Wildsamen (REWISA-Betrieb) entstand mit dem Hofwirt als Sponsor eine neue Chance für die Artenvielfalt mit über 100 verschiedenen Samenarten.

Ferienpassaktion

© | naturschutzbund| Bezirksgruppe Bad Ischl

Am 7. Juli beteiligte sich die Naturschutzbund-Bezirksgruppe Bad Ischl-Gmunden an der Ferienhitaktion der Stadtgemeinde Bad Ischl.

Zehn Kinder wanderten mit mehreren Betreuern rund, um die Ortschaft Traxleck um ihre Heimat besser kennenzulernen. Der Geologe Dr. Harald Lobitzer erklärte die Entstehung von Karsthöhlen und –quellen und den Einfluss der Gletscher der Eiszeit auf das Aussehen unserer Berge.

Steffi Druckenthanner erzählte die Gründe für den Bau einer Kapelle. Bei dem Spaziergang durch Wald und Wiesen gab es viel zu entdecken und Fragen der Kinder bezüglich Blumen, Frösche und Totholz – um nur einiges zu nennen – zu beantworten. Der eingeplante Nachmittag verging den Kindern viel zu schnell und bei einer kleinen Stärkung fand die Wanderung spielerisch ihren Abschluss.

Am 14. August beschäftigten sich im Rahmen des Ferienhits „Die bunte Welt der Vögel“ im Bauerpark in Bad Ischl 17 junge Naturforscher mit der heimischen Vogelwelt. Besonders viel Spaß bereiteten den kleinen Vogelfreunde die unterschiedlichen Spiele zum Thema. So wurde spielerisch viel Wissenswertes über einige häufige Vogelarten vermittelt.

Zum Abschluss durfte jedes Kind sein handwerkliches Geschick unter Beweis stellen und einen Vogelnistkasten für den eigenen Garten bauen. Spätestens im nächsten Frühjahr werden die Kästen von Kohlmeise, Blaumeise, Hausrotschwanz und Co. besiedelt werden und den Teilnehmern der Aktion eine weitere Möglichkeit zum Beobachten der gefiederten Freunde bieten.

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