Baggerarbeiten am Grünen Band Europa

Im Oberen Mühlviertel rollt der Bagger, dieses Mal wird er für den Naturschutz am Grünen Band eingesetzt. Bei kalter Witterung und erstem Schneetreiben wurden nun unter Aufsicht unseres Moorexperten Grabensperren aus Lärchenholz (insgesamt 13 Stück mit einer Breite zw. 1,5 und 3 m)  eingesetzt, um den Wasserhaushalt dieses kleinen, feinen Moores zu verbessern.
 
 
 

© Julia Kropfberger

© Julia Kropfberger

© Julia Kropfberger

MitarbeiterInnen des Naturschutzbundes leisteten kalte, aber wichtige Arbeit. Gesponsert wurden diese Maßnahmen durch die VKB, welche die Kosten übernommen hat. In diesem Moor tauchen immer wieder Hotspots der Tier- und Pflanzenwelt auf. Es ist ein kleines Juwel am Grünen Band. Den Helfern und auch dem Baggerführer, der die sensible, durchaus nicht alltägliche Arbeit mit Bravour bewältigte und der VKB unseren herzlichen Dank im Namen der Natur.

 

Wieder eine Feuchtwiese am Grünen Band gerettet!

Direkt am Grünen Band konnte der Naturschutzbund wieder eine besonders wertvolle Feuchtwiese erwerben. Dies gelang dank der Unterstützung von dm drogeriemarkt im Rahmen der Initiative „dm flugland“. Die knapp einen Hektar große Wiese in der Gemeinde Leopoldschlag liegt direkt an der Maltsch, dem Grenzfluss zu Tschechien, und bietet nicht nur Wachtelkönig oder Fischotter ein Zuhause: Besonders die heimischen Schmetterlinge wie der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling sollen durch den Erhalt der Fläche auch in Zukunft eine Heimat haben.

© Wolfgang Schruf

Im nördlichsten Mühlviertel direkt an dem Grenzfluss Maltsch siedeln nicht nur Tiere wie der Wachtelkönig, der Neuntöter oder der Fischotter – auch zahlreiche Schmetterlingsarten finden hier ihren Lebensraum: Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling sowie verschiedene Scheckenfalter- und Perlmutterfalter-Arten sind hier beheimatet. Besonders der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist – außer im Voralpenland – mittlerweile selten geworden. Die Raupen des Tagfalters ernähren sich in ihrer frühen Entwicklung ausschließlich von den Blüten des Großen Wiesenknopfs, der auf feuchten Böden gedeiht. Danach lassen sie sich von Ameisen in deren Nest tragen. Dies geschieht, da die Schmetterlingsraupen in der Lage sind, den arteigenen Geruch der Ameisen zu imitieren. Einmal im Ameisennest untergebracht, werden sie von den Ameisen wie die eigene Brut gepflegt, obwohl sie sich von deren Eiern und Larven ernähren.

Um die Lebensgrundlage des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings zu schützen, hat der Naturschutzbund gemeinsam mit dm drogerie markt im Rahmen der Initiative „dm flugland“ eine Feuchtwiese an der Maltsch freigekauft. Die etwa einen Hektar große Fläche liegt zwischen Leopoldschlag und Stiegersdorf im Bezirk Freistadt und grenzt an weitere, bereits dem Naturschutzbund gehörende Wiesen. Sie wird so gepflegt, dass die auf ihr vorkommenden Tier- und Pflanzenarten in all ihren Besonderheiten berücksichtigt werden. Das bedeutet, sie wird nicht gedüngt, spät gemäht und Schnittgut entfernt. „Schmetterlinge reagieren besonders empfindlich auf Veränderungen ihrer Umwelt, deshalb setzen wir uns in erster Linie für den Schutz ihrer natürlichen Lebensräume ein. Vielen Dank, dass dm drogerie markt uns dabei so engagiert und wirkungsvoll unterstützt!“, sagt Naturschutzbund-Geschäftsführerin Birgit Mair-Markart.

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