Die Amphibien wandern wieder!

Eine gefährliche Reise beginnt

© Julia Kropfberger

Ab Anfang, Mitte März sind wieder Kröten, Frösche, Salamander, Unken und Molche auf Achse, denn milde Temperaturen über fünf Grad Celsius holen sie aus ihrer winterlichen Kältestarre. Die Tiere wandern dann zu ihren Laichgründen, um dort ihre Eier abzulegen. Dabei müssen sie häufig Straßen kreuzen, um an die Seen und Tümpel zu gelangen. Tausende dieser ohnehin gefährdeten Kleintiere kommen dabei zu Tode.

Amphibien leben sowohl im Wasser als auch an Land. Als wechselwarme Tiere passt sich die Körpertemperatur an die der Umgebung an. Sie wandern bei Nacht, weil dann die Luftfeuchtigkeit höher ist als am Tag und sie nicht austrocknen.

Runter vom Gas!

Straßen sind für Amphibien eine Gefahr. Die Tiere werden von zu schnell fahrenden Autos überfahren oder von Scheinwerfern bei Nacht geblendet und verharren daraufhin auf dem Asphalt in der Todesfalle. Kröten etwa wandern sehr langsam und sind dadurch besonders gefährdet. Um eine Straße normaler Breite zu überqueren, braucht eine behäbige Erdkröte schon mal mehr als eine Viertelstunde, berichtet Mag. Heidi Kurz vom Naturschutzbund Oberösterreich. Auch nicht abgedeckte Gullys entlang der Straßen und Lichtschächte am Haus gefährden die Tiere. Sie fallen dort hinein und verhungern oder vertrocknen, weil sie ohne menschliche Hilfe nicht mehr herauskommen.

Darüber hinaus ist die Zerstörung der Lebensräume von Amphibien eine Ursache für ihre Gefährdung. Deshalb setzt sich der Naturschutzbund Oberösterreich mit Naturfreikäufen für ihre Habitate ein. Josef Limberger, Obmann des Naturschutzbundes Oberösterreich mit seinen Interview-Partnern Johannes Moser und Johannes Volkmer widmen sich in einer Sendung des Freien Radios Freistadt dieser speziellen Tiergruppe. Nachzuhören sind diese sehr interessanten 60 Minuten unter https://cba.fro.at/369333

Jedes Jahr im Frühjahr werden ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zum Aufstellen sowie für die Betreuung der Amphibienschutzzäune gesucht. Amphibienwanderstrecken können im Büro des Naturschutzbundes Oberösterreich unter oberoesterreich@naturschutzbund.at oder 0732 77 92 79 gemeldet werden.

 

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