Ein unglaublicher Barbarenakt - Eisvogelbrut zerstört

© Sylvia Marchart

Ein unglaublicher Barbarenakt ereignete sich dieser Tage im Europaschutzgebiet Traun-Donau-Auen in Linz auf einer Fläche vom Naturschutzbund Oberösterreich, betreut von dessen Stiftung für Natur. Hat man schon lange damit zu kämpfen, dass immer wieder Vandalen das Gebiet besuchen, Saufgelage abhalten, andere Drogen konsumieren und den ganzen Müll zurück lassen, so ist vor ein paar Tagen ein zusätzlicher, besonders barbarischer Akt gesetzt worden. Nicht nur, dass unter der Bruthöhle eines Eisvogels Lagerfeuer entzündet wurden, wurde die Höhle des Eisvogels mit einem Stein verschlossen und das Tier mitsamt den sechs Eiern, welche es gerade bebrütete, lebendig eingemauert. Zurück gelassen wurden eine ganze Menge leerer Bierflaschen, Müll und eine verwüstete Bruthöhle. Solchen Vandalen haben es jene Menschen zu verdanken, die friedlich die Natur genießen wollen, wenn Gebiete abgesperrt werden.

Ein großer Dank an jene Naturfreunde, die die verschlossene Bruthöhle fanden und den total entkräfteten Eisvogel befreiten. Leider ist das Eisvogel-Weibchen, welches wohl tagelang eingeschlossen und um sein Überleben gekämpft hat, kurz darauf verstorben. Die Brut ist nicht mehr zu retten.

Anzeige wurde erstattet. Ermittlungen von der Polizei wurden aufgenommen. Das Töten von besonders geschützten bzw. stark gefährdeten Tieren kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren bestraft werden.

Hinweise erbeten unter:
Polizei Kleinmünchen
059133/45-85-100

Auch die OÖ. Naturwacht ist informiert und wird verstärkt kontrollieren.

Die beste Strafe wäre wohl jenen Herrschaften, deren Gehirne anscheinend vom Bierdunst schon so vernebelt sind, dass sie jeden Anstand und jeder Pietät entbehren, zu mehreren Monaten Säuberungsarbeiten in der Natur zu verdonnern, damit sie merken, wie angenehm es ist den Müll anderer zu beseitigen. Neben der Bestrafung wegen der Gefährdung einer geschützten Art nach dem OÖ. Naturschutzgesetz wäre dies hier wohl mehr als angebracht!

Josef Limberger, Naturschutzbund OÖ.-Obmann



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