Die Bürgerinitiative „Retten wir den Grüngürtel“ und der Naturschutzbund OÖ schlagen am 3. Juni 2026 in Linz Alarm. Grund dafür sind die Umwidmungspläne für das Biologiezentrum, d.h. das Biodiversitätszentrum Oberösterreich zum Bau der Interdisciplinary Transformation University (IT:U), sowie geplante private Investorenprojekte auf den geschützten Wiesen oberhalb des TNF-Turms.
Die Initiative warnt vor einem irreparablen Verlust von geschütztem Wald- und Baumbestand, massivem Verkehrschaos und einer Umgehung von Investorenkosten durch Steuergelder. Zudem droht akute Gefahr für die Natur: Erste Rodungen im Bereich unterhalb der historischen Pferdebahnpromenade stehen offenbar bereits kurz bevor.
Auch der Naturschutzbund OÖ spricht sich vehement gegen Umwidmungs- und Verbauungspläne des Wald- und Wiesengürtels nördlich der JKU aus. Der stellvertretende Obmann und ehemalige Leiter der Naturkundlichen Station und Naturschutzbeauftragter der Stadt Linz Dr. Fritz Schwarz stellt klar: „Die extensiv gepflegten Wiesenflächen und die Hangwälder nördlich der JKU sind aus Naturschutzsicht im höchsten Maße als wertvoll einzustufen. Der naturnah aufgebaute Wald, der Reichtum an Alt- und Totholz sowie von Kleinstrukturen beherbergen eine Vielzahl von Tier-, Pflanzen- und Pilzarten – und das in unmittelbarer Nähe zum dicht verbauten Stadtgebiet, was die Einzigartigkeit unterstreicht. Der Wald und die Wiesenflächen sind unverzichtbar für das Stadtklima, die Biodiversität und die Naherholung für den Stadtteil Dornach/Auhof und die dort lebenden, arbeitenden und studierenden Menschen. Eine Verbauung wäre ein Schlag ins Gesicht für die jahrzehntelangen Bemühungen für eine ökologisch orientierte Stadtplanung“.
„Es ist die klassische, zutiefst bedenkliche Salami-Taktik der Politik! Erst wird uns das Biologiezentrum als kompakter Standort verkauft, und kaum ist der Antrag da, fordert die ÖVP schon die nächste Expansion in die geschützte Grünzone. Was hier passiert, ist ein unverschämter Angriff auf die grüne Lunge von Linz – und der Raubbau steht kurz bevor: Bereits in Kürze soll mit den ersten Rodungen unterhalb der Pferdebahnpromenade begonnen werden! Wir werden dieses Wahnsinnsprojekt mit allen rechtlichen Mitteln bekämpfen!“ (Harald Müllner, Sprecher der Bürgerinitiative)
Weiterlesen unter: IT:U: Skandalöser Umgang mit Ressourcen. Die Pläne, mittels Salami-Taktik und der Verschwendung von Steuergeldern den Grüngürtel zu zerstören werden immer konkreter
03.06.2026