Mähroboter - Lautlose Killer

© Gudrun Fuß

Mähroboter als tödliche Gefahr für Igel und andere Kleintiere

Mähroboter sorgen in immer mehr Gärten für einen kurz geschorenen Rasen. So leise und bequem sie für die Gartenbesitzer auch sind: Sie können Igeln und anderen kleinen Tieren zum Verhängnis werden - die Artenvielfalt ist gefährdet. Der Naturschutzbund bitte daher, auf die elektronischen Gartenhelfer zu verzichten.

In den Gebrauchsanweisungen findet sich regelmäßig der Hinweis, dass die Geräte nicht unbeaufsichtigt im Beisein von Kindern und Haustieren arbeiten dürfen. Dennoch kommt es bedauerlicherweise immer wieder zu Unfällen mit Kleinkindern.

Für Igel sind diese Maschinen ebenfalls gefährlich, da die meisten Rasenroboter kleine Tiere nicht als Hindernis erkennen.

Die dämmerungs- und nachtaktiven Stacheltiere sind keine Fluchttiere, bei Gefahr rollen sie sich ein, so Julia Kropfberger vom Naturschutzbund. Junge Igel können dabei komplett überrollt und getötet werden. Größere Igel werden durch die scharfen Klingen der Maschinen verletzt, wobei ganze Gliedmaßen abgetrennt werden können, oder büßen große Teile ihres Stachelkleides ein. Aber auch Reptilien und Amphibien wie Blindschleichen und Erdkröten, sowie Insekten und Spinnentiere sind durch die automatischen Rasenmäher bedroht.

Artenvielfalt hat in Robotergärten keine Chance

Zudem verhindert die häufige Mahd durch Mähroboter, dass sich Blüten bilden können. Dadurch wird das Nahrungsangebot für Insekten und in Folge für alle andern Gartentiere knapper - umso dramatischer, da Gärten oft die letzten Rückzugsräume für Wildtiere darstellen.

Der Naturschutzbund appelliert daher auf Mähroboter zu verzichten sowie Blumenwiesen und Wildkräuterrasen im Garten anzulegen und diese mit der Handsense oder dem Handrasenmäher zu pflegen.

 

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