naturbeobachtung.at-Treffen 2019

© Stefan Weigl

Von 30.8. - 1.9.2019 fand das Naturbeobachtung.at-Treffen 2019 in Wesenufer, Oberösterreich statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer Power-Point-Präsentation über das Obere Donautal von Josef Limberger, Obmann vom Naturschutzbund OÖ.

Am Samstag gab es am Vormittag eine Einführung und einen Bericht über die Meldeplattform Naturbeobachtung.at. Die Anwesenden konnten Fragen zu verschiedenen Themen stellen und erhielten profunde Antworten von den Machern der Plattform. Nach dem Mittagessen gab es eine Wanderung durch das Kleine Kösslbachtal unter der Leitung von Martin Schwarz (Biologe der Stiftung für Natur des Naturschutzbundes), welcher auch die Naturschutzarbeit im Gebiet näher vorstellte, Josef Limberger und den beiden Kleinsäugerexperten Christine und Stefan Resch (Apodemus - Privates Institut für Wildtierbiologie). Höhepunkt dieser Wanderung war nicht nur der einzigartige Naturraum, welcher durchwandert wurde, sondern vor allem auch die Kontrolle von im Gebiet installierten Bilch-Kobeln, in denen nicht nur ein Hummelnest, aber auch Siebenschläfer gefunden wurden.

© Dagmar Breschar

© Josef Limberger

© Heidi Kurz

© Heidi Kurz

© Heidi Kurz

© Josef Limberger

© Heidi Kurz

© Heidi Kurz

© Josef Limberger

© Dagmar Breschar

© Dagmar Breschar

© Dagmar Breschar

© Josef Limberger

© Dagmar Breschar

Am Abend ging es dann wieder raus in die Landschaft zum Fledermausfang mit Julia Kropfberger und Guido Reiter von der Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich (KFFÖ). Norbert Hirneisen erfreute die TeilnehmerInnen zu später Stunde noch mit seinem großen Fachwissen beim Schmetterlingsleuchten.

Am Sonntag hat eine Naturschutzhunde-Vorführung von Heidi Kurz (Projektmitarbeiterin des Naturschutzbundes OÖ. und Mitglied des Vereins Naturschutzhunde) mit ihrem Suchhund, dem Australian Shepherd „Grace“, stattgefunden. Christine und Stefan Resch gaben eine Einführung in die Verwendung von Fotofallen.

 

 

Samthummel © Walter Wallner

Samthummel nach Jahrzehnten in OÖ wiederentdeckt!

Die Samthummel (Bombus confusus), deren letzter Fund aus Oberösterreich aus dem Jahr 1967 datiert, konnte Ende August im Rahmen des Naturbeobachtung.at-Treffens von Maria Zacherl, Walter Wallner und Johann Neumayer im Sauwald wieder nachgewiesen werden. Ebenso konnte die Grubenhummel (Bombus subterraneus) aufgefunden werden. Die Nachweise gelangen in Rotkleefeldern. Durch die intensive Wiesenbewirtschaftung mit einer großflächigen gleichzeitigen Mahd erleiden bis spät in den Herbst fliegende Hummelarten einen eklatanten Nahrungsmangel. Das führte dazu, dass diese Arten über weite Gebiete Mitteleuropas ausgestorben sind. Rotkleereiche Wiesen, Strassenränder und vor allem Kleegraswiesen, bei denen der Rotklee noch zur Blüte kommt, sind die Voraussetzung dafür, dass diese Arten überleben können. Außerdem dürfen blütenreiche Flächen nicht weiter als 500m auseinanderliegen, damit die Hummeln nach der Mahd auf das nächste Feld oder die nächste Wiese ausweichen können. Gebiete mit Nutzungsvielfalt und kleinflächiger Struktur ermöglichen das Überleben dieser Arten, die in den großflächigen Maisanbaugebieten und auch im Intensivgrünland längst verschwunden sind.

Das Naturbeobachtung.at-Treffen 2019 fand im Rahmen des Projekts „Die Säugetiere Oberösterreichs erleben und erheben“, eine Initiative von Naturschutzbund Österreich und Naturschutzbund Oberösterreich gemeinsam mit dem Land Oberösterreich & EU (Fördergeber), Biologiezentrum Linz, apodemus OG & KFFÖ (Fachpartner), statt.

     

 

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