Schulprojekt mit dem Naturschutzbund in Ungenach
Laut Überlieferung leitet sich der Ortsname von Ungenach von den mittelhochdeutschen Wörtern ŭnc (Unke) und ahe (fließendes Wasser, Ache) ab. Daher ist die Unke auch in dem Ortswappen abgebildet. Um die heimische Gelbbauchunke zu unterstützten, haben Schülerinnen und Schüler der Volksschule Ungenach im Rahmen des „Grünen Klassenzimmers“ vom Naturschutzbund ein Laichgewässer für den kleinen Froschlurch angelegt.
Die Geldbauchunke ist eine nur wenige Zentimeter große Amphibienart mit unscheinbar schlammbrauner Oberseite, während die Bauchseite eine leuchtend gelbe-schwarze Warnfärbung aufweist. Sie bevorzugt als Laichgewässer Klein- und Kleinstgewässer wie Pfützen, wassergefüllte Traktorspuren, kleine Tümpel und Wassergräben.
Um dieser stark vorm Aussterben bedrohten und unter Naturschutz stehenden Amphibienart zu helfen, haben die Viertklässler der VS Ungenach unter Anleitung von Naturschutzbund Oberösterreich-Obfrau Julia Kropfberger einen kleinen Tümpel ausgehoben und mit Wasser befüllt – alles händisch mit Schaufel, Spaten und Kübeln ausgerüstet und mit viel Einsatz.
Vielen Dank an die Grundbesitzer für die Bereitstellung der Fläche für die Anlage des Gelbbauchunken-Tümpels.
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Fotos: 4. Klasse der VS Ungenach bei der Anlage des Kleingewässers und das fertiggestelltes Amphibien-Laichgewässer. © J. Kropfberger Gelbbauchunke © R. Jagersberger
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Das „Grünen Klassenzimmer“ des Naturschutzbundes Oberösterreich wird gefördert vom Land Oberösterreich, Abteilung Naturschutz. |
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Infos zur Gelbbauchunke und Steckbriefe weiterer heimischer Amphibienarten
Sie haben eine Gelbbauchunke gesehen oder wollen den kleinen Froschlurch unterstützen?
Gelbbauchunken-Nachweise bitte melden auf der Naturschutzbund-Citizien Science-Meldeplattform www.naturbeobachtung.at beziehungsweise mit Hilfe der gleichnamigen App auf Ihrem Smartphone.
Unterstützen kann man die Gelbbauchunke durch die Anlage und deren Schutz/Erhalt von kleinen, seichten, vegetationsarmen, gut besonnten Klein- und Kleinstgewässern wie Pfützen, Wassergräben, Suhlen, Lacken aber auch Teiche und Weiher mit Flachwasserbereichen im waldnahen Offenland oder im Wald.
20.04.2026