Tage der Artenvielfalt 2018

Paradiesische Zustände im Himmelreich

Artenreiche Wiesen sind hochgradig gefährdet. Im Himmelreichbiotop bei Micheldorf gibt es sie noch, wie Wissenschaftler feststellten.

Um auf die Bedrohung und Bedeutung artenreicher Wiesen aufmerksam zu machen, lud der Naturschutzbund Oberösterreich in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverein Bergmandl und dem Biologiezentrum in Linz am 1. und 2. Juni im Rahmen der „Tage der Artenvielfalt 2018“ Wissenschaftler nach Micheldorf ein.

Auf den mageren Wiesen im Himmlereichbiotop und deren strukturreicher Umgebung konnten über 150 Pflanzenarten und mehrere Hundert Insektenarten sowie andere Tiere nachgewiesen werden.

© Gudrun Fuß

© Josef Limberger

© Julia Kropfberger

© Julia Kropfberger

Gelbe Sumpfschwertlilie © Josef Limberger

Großblütige Braunnelle mit Dickkopffalter © Gudrun Fuß

Labyrinthspinne © Gudrun Fuß

Pyramiden-Hundswurz © Gudrun Fuß

Wiese im Besitz des Naturschutzbundes © Josef Limberger

Wissenschaftler © Josef Limberger

Darunter befinden sich äußerst seltene wie der Klebrige Lein, die Fliegenragwurz und zahlreiche andere Orchideen. Deren Überleben hängt von der Erhaltung von Magerwiesen ab, das sind nährstoffarme Wiesen, die nicht gedüngt, aber jährlich gemäht werden, wobei das Mähgut von der Fläche abtransportiert werden muss. Ansonsten kommt es zu einer Nährstoffanreicherung und die Artenvielfalt nimmt ab. Da nährstoffarme Wiesen wenig Ertrag bringen, gibt es sie kaum noch. Sie werden entweder gedüngt oder nicht mehr bewirtschaftet. Beides führt zum Verlust der Artenvielfalt, insbesondere von sehr seltenen Arten.

Interessierte konnten von den Wissenschaftlern bei geführten Exkursionen die paradiesischen Zustände im Himmelreichbiotop und dessen Besonderheiten hautnah erleben.

Gefördert wurde die Veranstaltung von der Abteilung Naturschutz der OÖ Landesregierung. 

 

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