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Wussten Sie das … Weißstörche eine hohe Nistplatztreue zeigen? Sie kehren im Frühling häufig zu dem Horst zurück, in dem sie auch im vergangenen Jahr gebrütet haben. Und es verpaaren sich auch regelmäßig die gleichen Partner in mehreren Jahren miteinander, obwohl keine echte Partnertreue besteht – Männchen und Weibchen können viele tausende Kilometer voneinander entfernt überwintern. Das Perger-Weißstorchpaar und das Männchen vom Bruthorst in Saxen blieben im vergangenen Winter bei uns und trotzten den kalten Temperaturen. Zu dieser Zeit werden diese Schreitvögel oft mit Silberreiher verwechselt.
Österreichische Weißstörche ziehen im Herbst überwiegend über den Bosporus und Israel nach Südostafrika. Deutlich weniger Individuen wählen die Westroute über die Meerenge von Gibraltar. In freier Wildbahn können Weißstörche über 39 Jahre alt werden, das zeigte sich anhand der wissenschaftlichen Beringung nestjunger Weißstörche.
Der Weißstorch (Ciconia ciconia) ist in unserem Bundesland ein sehr seltener Brutvogel und wird in der Roten Liste Oberösterreich als „stark gefährdet“ geführt. Der große Schreitvogel mit dem schwarz-weißen Gefieder ist ein ausgesprochener Kulturfolger, der das offene Kultur- und Agrarland der Flussniederungen besiedelt. Die Horste werden meist auf Schornsteinen hoher Gebäude errichtet, wobei freier Anflug und gute Übersicht wichtig sind. Zu einem großen Teil werden künstlich errichtete Plattformen, wie beispielsweise in Schenkenfelden im Mühlviertel, sehr gerne angenommen.
Zur Nahrungssuche sollten ausgedehnte Grünlandbereiche, Feuchtgebiete und Ackerflächen in der Nähe liegen. Dort sucht „Meister Adebar“ nach Kleintieren wie Amphibien, Kleinsäugern und Insekten.
2025 schafften 17 Brutpaare die erfolgreiche Aufzucht von insgesamt 46 Jungstörchen!
Der Weißstorch-Experte des Naturschutzbundes Oberösterreich Robert Gattringer ist zufrieden: Im Jahr 2025 kam es in Oberösterreich erneut zu vier Neuansiedelungen des Weißstorchs. Neue Horste wurden in Aigen-Schlägl, Rainbach, St. Georgen im Attergau und Perg (Hundetrainingsplatz) gegründet.
Insgesamt kann die Weißstorchsaison 2025 in Oberösterreich als durchaus erfolgreich bezeichnet werden. Trotz einzelner Ausfälle und unbesiedelter Horste zeigt sich eine positive Entwicklungstendenz mit stabilen und zum Teil sehr produktiven Brutpaaren.
Bitte melden Sie Ihre Weißstorchbeobachtungen – gerne mit Foto – auf der Citizen Science Plattform des Naturschutzbundes sowie der gleichnamigen App am Smartphone www.naturbeobachtung.at. Die gesammelten Daten werden für Natur- und Artenschutzprojekte verwendet.
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| Foto: Erster Weißstorch in Freistadt am 28.02.2026. © H. Kurz | Foto: Das Paar in Riedau/Zell ist komplett. © B. Rosenberger | Foto: Spezialkonstruktion von treetastic wurde angenommen. © H. Kurz |
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20.03.2026