"Hackeln für die Natur" - das war das Green Belt Camp Maltsch 2020!

© Naturschutzbund OÖ.

Im Urlaub oder in den Ferien eine Woche für die Artenvielfalt im NATURA 2000-Gebiet Maltsch am Grünen Band Europas mit der Sense steile Magerwiesen oder nasse Feuchtwiesen mähen und das Mähgut entfernen, viel Neues erfahren sowie gemütliche Abende am Lagerfeuer und die Gemeinschaft von Gleichgesinnten genießen, das alles macht das Green Belt Camp des Naturschutzbundes in Leopoldschlag aus. Diesen Sommer fand das Camp bereits zum 15. Mal in Folge statt.

Die Maltsch ist ein Grenzfluss zwischen Österreich und Tschechien. Hier sind noch großflächige Überschwemmungswiesen entlang des Flusses zu finden. Sie stellen einen wichtigen Lebensraum für selten gewordene wiesenbrütende Vogelarten wie Wachtelkönig und Braunkehlchen dar. Um diese und weitere Lebensräume zu erhalten, werden seit Jahren im Rahmen des Green Belt Camps notwendige Pflegemaßnahmen von Ehrenamtlichen durchgeführt.

Sechzehn Teilnehmer aus Österreich und Deutschland nahmen am Green Belt Camp 2020 Anfang August teil. Im Rahmen eines Sensenkurses mit Uli Seufferlein vom Sensenverein Österreich lernten die freiwilligen Helfer zu Beginn die notwendigen Fertigkeiten. Der Besuch des NATURA 2000- Infozentrums in Leopoldschlag, des Green Belt Centers in Windhaag und des Hinterglas-Museums in Sandl sowie Baden in der Maltsch rundeten die arbeitsreiche Woche ab.

Das Grüne Band Europas, die ehemalige Grenze zwischen Ost- und Westeuropa, ist mit 12.500 km das längste Biotopverbundsystem der Welt. 38 Nationalparks liegen direkt entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs, 16 davon sind grenzüberschreitend. Mehr als 3200 Schutzgebiete befinden sich innerhalb eines 25 km breiten Korridors auf beiden Seiten des Grünen Bandes. In Oberösterreich erstreckt sich das Grüne Band über eine Länge von 122 km. Der Naturschutzbund setzt sich in Österreich für dessen Erhalt ein.

Das Green Belt Camp wird gefördert vom Land Oberösterreich, Abteilung Naturschutz.  

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